Prostatakrebs-Vorsorge per PSA-Test senkt das Sterberisiko

Eine große europäische Langzeitstudie die im Magazin “The Lancet” veröffentlicht wurde zeigt, dass eine Prostatakrebs-Vorsorge per PSA-Test das Sterberisiko um mehr als ein Fünftel senken kann.  Bei der European Randomised Study of Screening for Prostate Cancer (ERSPC), die 1993 in acht europäischen Ländern startete, wurden mehr als 162 000 Männer im Alter von 50 bis 74 Jahren per Los in zwei Gruppen geteilt: Eine Hälfte wurde in der Regel alle vier Jahre dem PSA-Test unterzogen und bei erhöhten Werten weiter untersucht, die übrigen nicht. Ergebnis: Die PSA-Untersuchung verringert die Todesfälle durch Prostatakrebs substanziell. Allerdings ist eine flächendeckende Einführung des PSA-Tests bei Experten umstritten. Während die einen vor zu späten Diagnosen und der damit verbundene Gefahr der Streuung des Krebses warnen, sehen die anderen das Risiko von zu vielen Überdiagnosen, die zu Übertherapien mit häufigen Nebenwirkungen führen könnten.

Steht eine Gesundheitsdatenautobahn an?

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit wird zurzeit die Basis für flächendeckende Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Krankenversicherung errichtet. So wie die Gematik, einer Gesellschaft unter Trägerschaft der Krankenkassen, Ärzte, Kliniken und Apotheker, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin berichtete, werde derzeit die Infrastruktur hierfür aufgebaut. Schritt für Schritt kämen dann Anwendungen wie eine elektronische Unterschrift, Programme für mehr Sicherheit von Arzneimitteltherapien oder die elektronische Fallakte. Am Ende steht dann wohl eine „Gesundheitsdatenautobahn“. Allerdings warnte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnte vor einem unerwartetem Mehraufwand bei der elektronischen Gesundheitskarte. “Bei der eGK wurden die Aspekte Sicherheit und Wartung unterschätzt”, so heißt es dort. Und weiter: “Es ist ein mögliches Szenario, dass die Karte immer wieder ausgetauscht werden muss.”

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Umfrage zur Gesundheitskompetenz

Wie gut können die gesetzlich Versicherten in Deutschland Informationen zum Thema Gesundheit finden, verstehen, beurteilen und umsetzen? Diesen interessanten Fragen ist eine aktuelle Studie nachgegangen, die das Wissenschaftliche Institut der AOK (Wido) unlängst veröffentlicht hat. Ergebnis: in allen Bereichen zeigen sich Lücken. So hat jeder vierte gesetzlich Krankenversicherte Schwierigkeiten, Informationen des Arztes eigenverantwortlich umzusetzen.Nur bei 7 Prozent der Befragten gilt die Gesundheitskompetenz als ausgezeichnet. Fazit: nach Angaben des Wido verhalten sich Menschen mit einem geringen Verständnis für Gesundheitsinformationen risikoreicher. Sie nehmen seltener Präventionsangebote in Anspruch und befolgten Therapie-Anweisungen weniger strikt, was die Heilung gefährden kann. Wido fordert deshalb Maßnahmen, um die Gesundheitskompetenz der Patienten zu verbessern.

Heuschnupfen-Impfung in Tablettenform?

Tränende Augen, Schnupfen und geschwollene Nasenschleimhäute sind vielfach typische Anzeichen Pollenallergie. Verursacht wird diese dadurch, dass das Immunsystem der Betroffenen überstark auf die Eiweiße in Pflanzenpollen reagiert. Obwohl diese Stoffe an sich harmlos sind, können die Symptome der Allergie weitere Schäden nach sich ziehen wie zum Beispiel Asthma oder chronische Schleimhautschäden. Um die Ursache der Pollenallergie zu behandeln, hat sich die sogenannte spezifische Immuntherapie (SIT) bewährt. Dabei spritzt der Arzt dem Patienten ein Allergenextrakt am Oberarm unter die Haut – in der Regel monatlich über einen Zeitraum von drei Jahren. Allerdings haben viele Patienten Angst vor den Spritzen und scheuen deswegen den regelmäßigen Gang zum Arzt, der damit verbunden ist. Abhilfe könnte hier vielleicht künftig eine Heuschnupfen-Impfung in Tablettenform schaffen. Derzeit entwickeln Forscher in Mailand, Kopenhagen und Paris einen neuen Impfstoff gegen Birkenpollen in Tablettenform.

Experten raten zur Impfung gegen FSME durch Zecken

Wer seinen Urlaub in FSME-Risikogebieten wie zum Beispiel Bayern, Baden-Württemberg oder Österreich plane und noch nicht geimpft sei, sollte keine Zeit verstreichen lassen und sich noch rechtzeitig impfen lassen. So wie das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg mitteilte, sei eine wirksame Impfung gegen die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gerade noch möglich. Bei FSME handelt es sich um eine durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung, die durch eine Impfung verhindert werden kann. Derzeit gelten in Deutschland fast 150 Kreise als FSME-Risikogebiete. Dazu zählen fast ganz Bayern und Baden-Württemberg. Auch Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, des Saarlands und der Vogtlandkreis in Sachsen sind betroffen.

Ein Glaukom (Grüner Star) ist gefährlich

Ein Glaukom, (auch Grüner Star genannt, ist gehört wohl zu den tückischsten Augenkrankheiten. Der Grund liegt darin, dass die Betroffene den Grünen Star oft esst dann bemerken, wenn das Sehen schon deutlich beeinträchtigt ist. Bei einem Glaukom sind die Nervenfasern und Nervenzellen des Sehnervs sowie der Netzhaut geschädigt, dem Betroffenen kommt es vor, als sei ein Teil des Blickfeldes wie ausradiert. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann sie blind machen. Deshalb ist Vorsorge so wichtig. Es ist zu empfehlen, dass jeder Mensch ab dem 40. Lebensjahr alle vier Jahre eine Glaukom-Früherkennung beim Augenarzt wahrnehmen sollte.

 

Geschwollene Gelenke können die Anzeichen einer Gicht sein.

Ein Fuß- oder Fingergelenk schmerzt, reagiert empfindlich auf Berührung und ist rot und geschwollen? Hier könnte es sich um eine Gicht handeln, eine erblich bedingte Stoffwechselerkrankung. Diese wird durch ungesunde Ess- und Trinkgewohnheiten begünstigt. Insbesondere spielt hier die übermäßig Aufnahme von purinreichen Lebensmittel eine Rolle, die man vor allen in stark gesalzenen Fisch, Muscheln, Wild, Hackfleisch oder Innereien findet. Das Purin bildet im Körper Harnsäure. Wenn dann zu viel Harnsäure anfällt, der Körper aber zu wenig ausscheiden, kann eine Gicht entstehen. Diese sollte in jedem Fall so schnell wie möglich behandelt werden, denn sonst besteht die Gefahr, dass es zu dauerhaften Schäden kommt, wie etwa bleibende Gelenkveränderungen.

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Schwarzes Dreieck auf dem Beipackzettel kennzeichnet Nebenwirkungen von Arzneimitteln

Ist Ihnen dass schon aufgefallen? Seit einigen Monaten kennzeichnet ein schwarzes Dreieck auf dem Beipackzettel einige Medikamente, die bestimmte Wirkstoffe enthalten. Das einprägsame Symbol stellt ein schwarz ausgefülltes Dreieck dar, dessen Spitze nach unten zeigt. Damit sollen die Verbraucher darauf hingewiesen werden, besonders aufmerksam auf Nebenwirkungen zu achten. Allerdings, so informiert die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, sind bei Medikamenten, deren Beipackzettel mit dem Symbol gekennzeichnet sind, nicht zwangsläufig besondere Nebenwirkungen zu erwarten. Gekennzeichnet werden vielmehr Produkte, deren Wirkstoffe noch nicht lange auf dem Markt sind.

MCP-Tropfen: Apotheken nehmen Magenmittel aus Regalen

Deutsche Apotheken wollen in der nächsten Zeit keine Magentropfen mit dem Wirkstoff Metoclopramid (MCP) verkaufen. Grund dafür ist ein Widerruf der Zulassung für die bislang übliche Dosierung. MCP, das Übelkeit verhindern soll wurde jährlich bis zu 5,7 Millionen Mal verordnet. So wie der Branchendienst Apotheke adhoc mitteilte, müssten Ärzte und Patienten auf andere Medikamente ausweichen, bis es Nachfolgepräparate mit einer kleineren Wirkstoffmenge gebe. Der Widerruf für die Zulassungen vom Bundesinstitut geht auf die Europäische Kommission zurück. Diese hatte Ende Dezember entschieden, die Grenzwerte für den Wirkstoff zu senken weil sie zu dem Ergebnis gekommen war,  dass es bei hoher Dosierung und langer Behandlung mehr Risiken als Nutzen gebe.

Scharlach bei Erwachsenen

Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost, geschwollene Lymphknoten und roter, stecknadelgroßer Hautausschlag: das sind nur einige der Symptome, die mit Scharlach einher gehen. Zwar zählt Scharlach im Allgemeinen zu den Kinderkrankheiten, aber auch können sich infizieren. Wenn dieses passiert, ist die Krankheit bei Erwachsenen im Gegensatz zu Kindern häufiger mit größeren Komplikationen oder Spätfolgen verbunden. Unbehandelt tritt vielfach ein bis fünf Wochen nach der Erkrankung das sogenannte rheumatische Fieber auf. Zusätzlich besteht das Risiko einer schweren Nierenentzündung. So ist es unerlässlich, dass Scharlach immer von einem Arzt behandelt werden muss.