Was passiert, wenn man nach dem Eingriff deutlich zunimmt? Kann es zu Unförmigkeiten kommen bzw. wo nimmt man zu und wie lange hält das Ergebnis einer Bauchdeckenstraffung an?

Es kommt zu keinen Unförmigkeiten, man kann am Bauch zu- und abnehmen wie vor dem Eingriff. Eine Bauchdeckenstraffung beeinflusst den Stoffwechsel nicht. Wenn es zu keinen starken Gewichtsschwankungen kommt, ist das Ergebnis wirklich von Dauer

Welche Methoden des Gesäßliftings gibt es und wo verläuft die Narbe?

Da gibt es nur eine Methode. Im Prinzip wird im Bereich des Rückens eine Art v-förmige Hautinzision durchgeführt, die Haut bis zur Muskelfaszie abgelöst, der Hautüberschuss nach oben gestreift und entfernt. Abgesehen von der gewünschten Anhebung des Gesäßes kann auch noch eine Formkorrektur des Gesäßes erfolgen. Es können innere Dermislappenplastiken und/oder Eigenfetttransplantationen durchgeführt werden, um eine Rundung des Gesäßes zu erreichen oder Implantate zur Formkorrektur eingebracht werden. In Amerika wird dies recht häufig gemacht, bei uns in Europa relativ selten. Die Narbe bei der Gesäßstraffung verläuft etwa auf Höhe des Beckenkammes und ist wie bereits gesagt v-förmig, von seitwärts oben in Richtung Gesäßspalte und symmetrisch auf die gegenüberliegende Seite.

Was versteht man unter einem Bodylifting und wann ist es möglich?

Im englischen Sprachgebrauch versteht man unter Bodylifting jegliche Straffungsoperation, die nach einer massiven Gewichtsabnahme notwendig ist. Also Straffung der Flankenregion, der Oberarme und Oberschenkel, des Rückens und natürlich auch des Bauchs und des Gesäßes. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Terminus Bodylifting für das gemeinsame Durchführen einer Bauchdecken- und Gesäßstraffung verwendet. Es handelt sich also um eine Art „Rundherum- Straffung“, Gesäß und Bauch in einem. Die Durchführung eines Bodyliftings, also die Kombination von Bauchdecken- und Gesäßstraffung in einer Operation, ist von der körperlichen Verfassung der PatientInnen abhängig. Es handelt sich um einen sehr großen Eingriff, der nur bei jüngeren PatientInnen durchgeführt wird, die die körperliche Konstitution haben, um eine so umfangreiche OP mit einem relativ geringen Risiko zu überstehen. Sonst empfiehlt es sich, eher zweizeitig vorzugehen, um den/die PatientIn nicht zu überfordern

Wie lange muss man sich nach der OP schonen?

Bei der Bauchdeckenstraffung, wo nur ein Gewebeüberschuss entfernt wird, ist keine besonders lange Rekonvaleszenzzeit angesagt. Nach Abschluss der Wundheilung und nach Entfernen der Nähte kann man sich wieder normal bewegen. Wenn zusätzlich eine Raffung der Rektusscheide vorgenommen wurde, ist die Schmerzperiode deutlich länger, und man muss für die Dauer von drei Monaten das Heben von Gewichten über 5 kg vermeiden. Zusätzlich ist nach Raffung einer Rektusscheide das Tragen eines Stützmieders in dieser Zeit empfehlenswert. Bei einer Gesäßstraffung ist es notwendig, für die Dauer von zwei Wochen die sitzende Position zu vermeiden. Dadurch verhindert man, dass die Verankerungsnähte ausreißen und dass die gestraffte Haut nicht zu sehr gedehnt wird. Man kann aber mit ausgestreckten Beinen am Rücken oder am Bauch liegen, Stehen ist auch kein Problem. Auch die Narbenbildung wird durch Einhalten dieser Maßnahmen begünstigt. Im Wesentlichen gilt: größtmögliche Schonung innerhalb der ersten zwei Wochen nach der OP und entsprechend der Operation keine Betätigung der Bauchmuskeln bzw. keine zu starke Beugung der Hüfte.

Quelle: http://www.enzyklopaedia-aesthetica.com/buecher/bauchdeckenstraffung-bodylift/10-fragen-an-dr-turkof/

# # #

22. Juli 2016

Schreibe einen Kommentar