Gesundheitswesen in Deutschland

Das Gesundheitswesen in Deutschland

Das Gesundheitswesen Deutschland besteht aus allen Personen, Institutionen und Einrichtungen, die mit der Krankenversorgung und Gesunderhaltung der deutschen Bürger zu tun haben. Im Einzelnen sind dies die Empfänger der Gesundheitsleistungen (Patienten), die Personen, die diese Leistungen errichten (Ärzte, Arzthelfer, Apotheker etc.), die Finanzierer dieser Leistungen (Direktzahler, Versicherte in der Gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung, Arbeitgeber), die Zahler dieser Leistungen (Kranken-, Unfall-, Pflege- und Rentenversicherungen sowie staatliche Unterstützer), der Staat mit seinen Überwachungsämtern (Bund, Länder, Kommunen) sowie weitere Interessenverbände wie etwa Selbsthilfeeinrichtungen.

Krankenversicherung in Deutschland Pflicht

Krankenversicherung in Deutschland Pflicht

In Deutschland besteht für jeden Erwachsenen die Pflicht, eine Krankenversicherung abzuschließen. Die meisten Deutschen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, nur etwa 10 Prozent haben eine private Krankenversicherung. Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung bemessen sich hauptsächlich aus der Höhe des Gehalts, bei der privaten Krankenversicherung entscheiden Eintrittsalter, Geschlecht, Gesundheitszustand sowie die abgesprochenen Leistungen über die Höhe der Beiträge. Etwas mehr als zwei Prozent aller Deutschen sind z. B. als Bundeswehrangehörige oder Sozialhilfeempfänger anderweitig versichert. Nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung besitzt keine Krankenversicherung. Neben den Leistungen der Versicherungen wird das Gesundheitssystem auch durch einen großen Teil an Selbstbeteiligungen bzw. Zuzahlungen finanziert. Eine immer größere Bedeutung wird auch den so genannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) zuteil. Dies sind z.B. Vorsorgeuntersuchungen, Schönheits- und Kosmetikoperationen, alternative Heilverfahren oder Fitnessangebote, die der Krankenversicherte selbst zahlen muss, wenn er sie in Anspruch nehmen möchte.

Milliarden-Ausgaben für die Gesundheit

Das deutsche Gesundheitswesen zählt im Vergleich innerhalb der OECD-Staaten zu einem der teuersten aller Länder. 2009 verwendete es 11,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes für die Gesundheitsausgaben. Das sind etwa 278 Milliarden Euro. Pro Bürger wurden also durchschnittlich 3.400 Euro in seine Gesundheit investiert. Naturgemäß wird für die Behandlung und Pflege von älteren Menschen mehr Geld ausgegeben als für jüngere. Zu den größten Kostenschluckern aller Krankheiten gehören zu oberst Herz-Kreislaufbeschwerden, dann Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparats, psychische Störungen und Krankheiten des Verdauungssystems.

MILLIARDEN-AUSGABEN FÜR DIE GESUNDHEIT

Die Krankheitskosten unterscheiden sich in direkte und indirekte Komponenten. Zu ersteren zählen z.B. Kosten für Arzneimittel und Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte. Indirekte Kosten entstehen z.B. dadurch, dass im Krankheitsfall keine Arbeitsleistung erbracht werden kann. Sie können deshalb die direkten Krankheitskosten um ein Vielfaches übertreffen. Da das Gesundheitswesen in Deutschland so gut ausgebaut ist, arbeiten auch viele Leute in diesem Sektor. Rund 4,1 Millionen Menschen sind in Deutschland im Gesundheitswesen beschäftigt. Durchschnittlich kommt etwa ein Arzt auf 256 Einwohner.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit