Ist eine Impfung gegen Windpocken ratsam? Diese Frage wird in Deutschland kontrovers behandelt. Zwar besteht In Deutschland zurzeit keine gesetzlich verankerte Impfpflicht für den Menschen, allerdings so genannte Impfempfehlungen. So sind zum Beispiel von der Impfkommission für Kinder 13 Standardimpfungen empfohlen, darunter auch die Windpocken-Impfung. Grundsätzlich soll eine Windpocken-Impfung dafür sorgen, dass weniger Menschen an der Kinderkrankheit erkranken. Darüber hinaus soll verhindert werden, dass bestimmte Personengruppen wie Säuglinge, Schwangere und Personen mit erhöhtem Risiko nach einem unglücklichen Verlauf der Krankheit ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommen. Anders sieht es hingegen die Stiftung Warentest. Die Stiftung kommt nach Einschätzung von Experten zu dem Ergebnis, dass eine Windpocken-Impfung nicht sinnvoll ist. So heißt es, dass eine Windpocken-Impfung zwar einen wirk­samen Schutz bietet, dieser jedoch nicht unbegrenzt anhält. Demnach schützt eine Impfung zwar vor der Kinderkrankheit Windpocken, kann aber den Ausbruch Erwachsenenkrankheit nicht sicher verhindern. Auch würde der Verlauf Krankheit dann schwerer verlaufen. Bei diesen kontroversen Meinungen kann jedem nur empfohlen werden, sich bei seinem Arzt hinsichtlich der Windpocken-Impfung individuell gut zu informieren.

# # #

8. Oktober 2013