Eine große europäische Langzeitstudie die im Magazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde zeigt, dass eine Prostatakrebs-Vorsorge per PSA-Test das Sterberisiko um mehr als ein Fünftel senken kann.  Bei der European Randomised Study of Screening for Prostate Cancer (ERSPC), die 1993 in acht europäischen Ländern startete, wurden mehr als 162 000 Männer im Alter von 50 bis 74 Jahren per Los in zwei Gruppen geteilt: Eine Hälfte wurde in der Regel alle vier Jahre dem PSA-Test unterzogen und bei erhöhten Werten weiter untersucht, die übrigen nicht. Ergebnis: Die PSA-Untersuchung verringert die Todesfälle durch Prostatakrebs substanziell. Allerdings ist eine flächendeckende Einführung des PSA-Tests bei Experten umstritten. Während die einen vor zu späten Diagnosen und der damit verbundene Gefahr der Streuung des Krebses warnen, sehen die anderen das Risiko von zu vielen Überdiagnosen, die zu Übertherapien mit häufigen Nebenwirkungen führen könnten.

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11. August 2014